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Baubeschreibung und Bauvertrag: was regelt was?

Wer ein Haus kauft oder bauen lässt, bekommt zwei Dokumente, die verschiedene Fragen beantworten. Der Vertrag sagt, zu welchen Bedingungen gebaut wird: Preis, Zahlungsplan, Termine, Abnahme, Gewährleistung. Die Baubeschreibung sagt, was gebaut wird. Der Preis steht deshalb im Vertrag, das Dach in der Beschreibung, und die Leistung, über die später gestritten wird, oft in keinem von beiden.

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Zwei Dokumente, zwei Fragen

Der Vertrag regelt das Verhältnis zwischen Ihnen und dem Anbieter, die Baubeschreibung beschreibt das Werk. Beide zusammen bestimmen, was Sie für Ihr Geld bekommen. Die Beschreibung wird dabei im Regelfall Inhalt des Vertrags und legt den Leistungsumfang fest.

Im Vertrag steht typischerweise: Vertragspreis und was er einschließt, Zahlungsplan und Baufortschrittsraten, Bauzeit und Fertigstellungstermin, das Verfahren der Abnahme, Gewährleistungsfristen, Regelungen zu Kündigung und Sicherheiten.

In der Baubeschreibung steht das Bauwerk: Gründung und Rohbau, Dach und Hülle, Fenster und Türen, Heizung, Sanitär, Elektro, Innenausbau, Außenanlagen, jeweils mit Ausführung, Menge und dem, was ausdrücklich nicht enthalten ist.

Warum die Lücke meistens dazwischen liegt

Eine Leistung fällt selten deshalb aus, weil jemand sie streicht. Sie fällt aus, weil beide Dokumente sie beim jeweils anderen vermuten. Nennt der Vertrag einen Festpreis „für die Leistungen gemäß Baubeschreibung“ und schweigt die Beschreibung zu einer Position, ist sie nicht Teil des Festpreises, ohne dass das irgendwo steht, wo es auffällt.

Typisch betroffen sind Hausanschlüsse und Erschließungsbeiträge, Erdarbeiten und Bodengutachten, Baustrom und Bauwasser, Vermessung, Bemusterungsbudgets, Außenanlagen und Zufahrt. Sie liegen an den Rändern des Gewerkeplans, wo Bauleistung, Behördenkosten und Eigenleistung aneinanderstoßen.

Umgekehrt gibt es Punkte, die in der Beschreibung nur angerissen sind, weil sie ihrer Natur nach in den Vertrag gehören: Abnahmeverfahren und Gewährleistungsfristen etwa. Fehlen sie in der Beschreibung, ist das kein Mangel; nachzuschlagen sind sie im Vertrag.

Was das für diese Prüfung heißt

Geprüft wird die Bau- und Leistungsbeschreibung, nicht der Vertrag. Ein Bauträger-Kaufvertrag ist anders gebaut, braucht einen eigenen Katalog und ist die Stelle, an der eine rechtliche Bewertung erwartet würde, die dieses Produkt nicht liefert.

Den Vertrag können Sie trotzdem mit hochladen. Der Upload nimmt mehrere PDFs an und liest sie als ein Dokument. Geprüft wird weiterhin dieselbe Frage, gesucht wird aber in beiden Dateien, und die Fundstelle im Bericht nennt die Datei, in der sie steht.

Beim Kauf einer Eigentumswohnung greift dasselbe von der anderen Seite: Abnahme und Gewährleistungsfristen werden dort üblicherweise im notariellen Kaufvertrag geregelt. Findet die Prüfung dazu nichts, meldet sie keine Lücke und führt den Punkt gesondert mit dem Hinweis, wo er stattdessen steht. Wer den Kaufvertrag mitgeladen hat, bekommt statt des Hinweises den Befund.

Was diese Prüfung nicht ist

Geprüft wird Ihr Dokument, nicht Ihr Vertragsverhältnis. Jeder Befund beschreibt eine Abwesenheit oder eine Unschärfe im Text: „diese Leistung hat keine Fundstelle“, „diese Formulierung nennt keine Menge“. Ob eine Klausel wirksam ist, ob der Preis angemessen ist und ob Sie unterschreiben sollten, sagt Ihnen dieser Bericht nicht.

Eine Rechtsberatung dürfte nur eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt geben, eine bautechnische Bewertung nur eine Sachverständige oder ein Sachverständiger. Automatisiert geprüft wird die Vollständigkeit, und an ihr fehlt es in der Praxis meistens: Steht jede Leistung, die später Geld kostet, überhaupt im Dokument?

Preis

Schnellcheck

49 €

Ampel über alle Gewerke und die 63 Prüfpunkte hoher Schwere einzeln: mit Seitenzahl und Zitat, wo Ihr Dokument die Leistung erwähnt. Ohne Kostenrisiken.

Komplettcheck

99 €

Vollständiger Katalog, Kostenrisiko-Spannen mit Quelle, Analyse der vagen Formulierungen und der Fragenkatalog für Ihren Anbieter als PDF.

Eine Spanne nennen wir nur, wo wir sie belegen können: derzeit für 31 der 120 Prüfpunkte, jeweils mit Quelle und Stand. Wie viele davon in Ihrem Bericht auftauchen, hängt von Ihrem Dokument ab.

Einmalzahlung, kein Abo. Kein Ausweis von Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung).

Häufige Fragen

Was gilt, wenn Vertrag und Baubeschreibung sich widersprechen?
Das ist eine Auslegungsfrage für eine Rechtsberatung. Die Prüfung zeigt Ihnen vorher beide Fundstellen mit Seitenzahl und Wortlaut, damit der Widerspruch sichtbar wird.
Ist die Baubeschreibung Teil des Vertrags?
Beim Verbraucherbauvertrag muss der Unternehmer eine Baubeschreibung zur Verfügung stellen, und sie wird im Regelfall Inhalt des Vertrags. Häufig steht der entsprechende Satz in der Beschreibung selbst, in echten Dokumenten meist auf der Unterschriftenseite.
Soll ich beide Dokumente hochladen?
Wenn Sie beide haben: ja. Es kostet nichts extra, und manche Leistung ist nur im Vertrag geregelt. Die Prüfung sucht dann über beide Dateien und sagt Ihnen im Befund, in welcher sie fündig wurde.

Baubeschreibung kostenlos prüfen

Laden Sie die Bau- und Leistungsbeschreibung als PDF hoch. Sie sehen, welche Gewerke Lücken haben, ohne Kundenkonto.

  • Ergebnis in rund zwei Minuten
  • Ampel über alle Gewerke kostenlos
  • Datei wird nach der Auswertung gelöscht

Befunde einzeln ab 49 €, Einmalzahlung.

Bau- und Leistungsbeschreibung als PDF

Mehrere Dateien oder ein Kaufvertrag dabei?

Besteht die Beschreibung aus mehreren Dateien (etwa Rohbau und Ausbau), wählen Sie alle zusammen aus; sie werden in der gewählten Reihenfolge als ein Dokument geprüft. Ist sie Anlage zu einem Kaufvertrag, laden Sie den Vertrag mit hoch. Geprüft wird die Baubeschreibung, aber manche Leistung steht nur im Vertrag.

Ohne Kundenkonto. Die Datei wird nach der Auswertung gelöscht.